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FAQ · Häufige Fragen

Häufige Fragen zu FDS Cloud

Antworten zu FDS und FDS Cloud, Geschwindigkeit und Technik, Ablauf und Ergebnissen sowie Abrechnung und Datenschutz.

Grundlagen

Was ist FDS (Fire Dynamics Simulator)?

FDS (Fire Dynamics Simulator) ist ein von NIST (National Institute of Standards and Technology, USA) entwickelter, quelloffener CFD-Solver für Brand- und Rauchausbreitung. Er löst eine Large-Eddy-Simulation (LES) der Navier-Stokes-Gleichungen für thermisch getriebene Strömungen mit niedriger Machzahl und ist in Forschung und Brandschutzpraxis der De-facto-Standard für Rauch- und Wärmeausbreitungsnachweise. FDS Cloud führt das originale FDS von NIST unverändert in der Cloud aus.

Was ist FDS Cloud und für wen ist es gedacht?

FDS Cloud ist ein Cloud-Dienst, der FDS-Simulationen auf dedizierter Hochleistungs-Hardware ausführt. Sie laden Ihre .fds-Datei hoch, wir wählen automatisch die passende Hardware und rechnen die Simulation, ohne dass Sie eigene Server oder eine lokale Installation betreiben müssen. Zielgruppe sind Brandschutzingenieure, Planungsbüros und Sachverständige, die Rauch- und Wärmeausbreitungsnachweise erstellen und schneller sowie günstiger rechnen möchten als auf lokalen Workstations oder üblichen Cloud-Tarifen.

Brauche ich eine FDS-Lizenz oder eigene Installation?

Nein. FDS ist quelloffen und wird von NIST kostenfrei bereitgestellt, eine Lizenz ist nicht nötig. Auch eine lokale Installation ist nicht erforderlich: FDS Cloud stellt die passende FDS-Version serverseitig bereit. Sie benötigen lediglich Ihre .fds-Datei.

Wie valide sind FDS-Ergebnisse für Brandschutznachweise?

FDS wird von NIST kontinuierlich verifiziert und validiert (dokumentiert in den offiziellen Verification- und Validation-Guides) und ist in der Brandschutzpraxis breit anerkannt. Da FDS Cloud die unveränderten Original-Programme von NIST nutzt, sind die Ergebnisse mit einem lokalen FDS-Lauf gleicher Version numerisch identisch. Die Verantwortung für Modellannahmen, Randbedingungen und die fachliche Bewertung liegt wie immer beim erstellenden Ingenieur.

Geschwindigkeit & Technik

Warum ist FDS hier schneller als bei einem normalen Cloud-Anbieter?

FDS ist eine LES-Lösung der Navier-Stokes-Gleichungen und damit memory-bandwidth-bound: Die Laufzeit hängt vor allem an Memory-Bandbreite und Cache-Verhalten, nicht an reiner Taktfrequenz. Marktübliche Cloud-Tarife mit geteilten Hyperthreading-vCPUs sind für memory-bound CFD-Solver ein ungünstiger Default, da Steal Time und Noisy Neighbors reproduzierbar Rechenzeit kosten. Wir setzen stattdessen auf dedizierte Hardware mit kontrolliertem Pinning: MPI-Ranks werden gezielt auf die verfügbaren Kerne gemappt statt vom Scheduler verteilt. Die eingesetzten Server-CPUs liefern mit DDR5 mehrere hundert GB/s Speicheranbindung pro Sockel, und da FDS memory-bandwidth-bound ist, geht dieser Wert direkt in die Berechnungsdauer ein.

Wie funktioniert die Auto-Konfiguration?

Die Plattform liest aus Ihrer .fds-Datei die Mesh-Anzahl, Zellzahl, OBST-Geometrie und Simulationsdauer aus. Daraus leitet sie Kern-Anzahl (1:1 zur Mesh-Anzahl), Arbeitsspeicher (mit Sicherheits-Headroom), Prozessor-Variante (cache-optimiert für memory-bandwidth-bound Workloads) und eine Laufzeit-Schätzung ab. Details unter /funktionsweise.

Wie wähle ich die optimale Mesh-Anzahl?

Faustregel: ein Mesh pro physischem Kern. FDS Cloud erkennt automatisch die Mesh-Anzahl aus Ihrer .fds-Datei und wählt die passende Hardware. Für maximale Effizienz sollten Meshes ähnlich groß sein und die Geometrie balanciert auf alle Meshes verteilt werden, sonst entstehen Lastspitzen auf einzelnen Kernen.

Kann ich große Modelle mit vielen Meshes parallel rechnen?

Ja. FDS parallelisiert über MPI, indem die Meshes auf mehrere Rechenkerne verteilt werden. FDS Cloud skaliert die Hardware automatisch mit der Mesh-Anzahl Ihrer Datei und weist jedem Mesh einen dedizierten Kern zu. Auch große Modelle mit vielen hundert Meshes lassen sich so rechnen. Entscheidend für die Effizienz ist eine ausgewogene Lastverteilung über ähnlich große Meshes.

Was passiert bei einem Hardware-Ausfall?

Die Simulation wird automatisch ab dem letzten Checkpoint auf einem neuen Server fortgesetzt. Checkpoints werden in einstellbaren Intervallen geschrieben (Standard: alle 10 % Fortschritt). Sie zahlen nur die tatsächlich abgerechnete Rechenzeit.

Ablauf & Ergebnisse

Welche FDS-Versionen werden unterstützt, und kann ich wählen?

FDS 6.7.0 bis 6.10.0, beim Hochladen frei wählbar. Standard ist die neueste stabile Version. Bestehende .fds-Dateien funktionieren ohne Anpassung.

Sind die Ergebnisse identisch zu einem lokalen FDS-Lauf?

Ja. FDS Cloud nutzt die unmodifizierten Linux-Binaries von NIST. Numerisch sind die Ergebnisse bei gleicher Mesh-Konfiguration und gleicher FDS-Version identisch zu einem lokalen Lauf auf einer x86-Linux-Maschine.

Kann ich Modelle aus PyroSim oder anderen Editoren verwenden?

Ja. FDS Cloud rechnet jede gültige .fds-Datei, unabhängig davon, womit Sie sie erstellt haben. Exportieren Sie das Modell in PyroSim oder einem anderen Editor wie gewohnt als .fds-Datei und laden Sie sie hoch. Eine spezielle Aufbereitung ist nicht nötig.

Welche Ausgabedateien erhalte ich, und ist Smokeview kompatibel?

Nach Abschluss stehen alle FDS-Ausgabedateien zum Download bereit, darunter .smv, .sf, .s3d, .iso und .csv. Sie öffnen die Ergebnisse wie gewohnt in Smokeview, die Ausgabe ist voll kompatibel.

Wie verfolge ich den Fortschritt?

Im Dashboard sehen Sie die simulierte Zeit live (Walltime vs. simulierte Sekunden), CPU-Auslastung und Speicher pro Knoten. Zwischenergebnisse für Smokeview sind jederzeit herunterladbar. Bei Abschluss erhalten Sie eine E-Mail-Benachrichtigung.

Wie lange werden Ergebnisse gespeichert?

Ihre Ergebnisse stehen 20 Tage nach Abschluss zum Download bereit und werden danach automatisch gelöscht. Innerhalb dieser Zeit laden Sie alle Ausgabedateien herunter.

Abrechnung & Datenschutz

Was kostet eine FDS-Simulation in der Cloud?

Sie zahlen minutengenau nur die reine Rechenzeit, ohne Fixkosten und ohne Einrichtungsgebühr. Der Preis richtet sich nach Größe und Dauer Ihrer Simulation und wird vor dem Start angezeigt. Konkrete Beispielpreise und eine Sofort-Schätzung für Ihre eigene Datei finden Sie auf der Preise-Seite (/preise).

Wie wird abgerechnet?

Minutengenau. Keine aufgerundeten Stunden, keine Vertragsgespräche, keine Fixkosten. Die Kosten sind live im Dashboard sichtbar. Abrechnung am Monatsende, Zahlung per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte.

Wo werden meine Daten verarbeitet?

Ausschließlich in deutschen Rechenzentren (Frankfurt, Nürnberg) bei ISO-27001-zertifizierten Infrastrukturpartnern. Keine Datenübertragung ins Ausland. Die Verarbeitung ist vollständig DSGVO-konform, Details unter /dsgvo.

Wer steht hinter FDS Cloud?

FDS Cloud ist ein Produkt der SaniUp GmbH aus Münster. Hintergrund und Entstehung unter /ueber-uns.